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SPECIALS

SUNSET STRIP SPECIAL

Wer schon mal mit dem Auto an einem Freitag Spätnachmittag den Sunset Blvd in West Hollywood entlang geschlängelt ist, die typischen „Stop n‘ Go’s“ des Feierabend-Traffics mit Radio hören verbrachte hatte, wird unweigerlich – bei all den unzähligen lokalen Radiosendern – an dem typischem „Strip Sound“ hängengeblieben sein. Sei es die kratzige Stimme des Cinderella Sängers Tom Keifer in „Gipsy Road“ oder das pulsierende „Kickstart my Heart“ von Mötley Crüe – Willkommen im Flashback der Hair-, Glam- und Sleaze-Rock Geschichte der 80er.
Man wird unweigerlich in den Bann gezogen und die Gedanken katapultieren uns zurück – nirgendwo ist man näher in dem geschichtsträchtigen Musikbusiness der 80er als hier auf dem Sunset Blvd.


«When Metal Ruled The World 80’s LA Sunset Strip Story» (Youtube | GibsonGuitarist)

Dieser berühmte Abschnitt innerhalb West Hollywoods wird als Sunset Strip bezeichnet. Hier befindet sich das Zentrum der Strasse, gut erkennbar an der immer noch hohen Dichte an Werbetafeln und animierten Werbescreens sowie den abendlichen Menschenschlangen vor den Clubs und Restaurants.
Auf diesem berüchtigten Boulevard rauften sich Guns N Roses zusammen, an jener Ecke des Whiskey’s eskalierte das Konzerte der Crües und brachten den Verkehr zum erliegen. Der Nude Club welcher tagüber ein unauffälliges Gebäude darstellt, verwandelt sich nach Einbruch der Dunkelheit mit weit geöffneten, einladenden Türen und Neonleuchtschrift, welche sündig „Girls, Girls, Girls“ in die Nacht schimmern lässt zum Nährboden der (wildesten) Fantasien über Rockstars, schweisstreibende Konzerte sowie das Leben zwischen den Jack Daniels Flaschen, Drogen, Stripperinnen und Groupies welche sich in dieser Szene sichtlich zu Hause fühlen.

Dieser besondere Rockmythos scheint wie ein Geist in diesem Stadtteil zu verweilen. Die Clubs wie „Roxy“, „Rainbow“ oder „Whiskey a Go Go“ von damals stehen auch heute noch und jeder Häuserblock suggeriert die geschriebenen Geschichten der wilden glamourösen Zeit. Bis zum heutigen Zeitpunkt, ist der Sunset Blvd ein Anziehungspunkt für (Musik-) Künstler aus aller Welt. Das Sprichwort „Hier spielt die Musik“ ist somit nur die halbe Wahrheit, denn hier wird Musik geboren, gelebt und zelebriert – wenn auch nicht mehr so exzessiv wie damals.

LAUREL CANYON SPECIAL

Circa eine Meile nach der Abzweigung vom Sunset Blvd auf den legendären Laurel Canyon Boulevard erreicht man auf der rechten Seite stehend eine kleine „Insel“ welche den Canyon Country Store beheimatet. Unscheinbar liegt er am Strassenrand, die von der Sonne ausgebleichten Graffitis im Stil der Hippie Ära zeugen von vergangener Geschichte.
Das Haus von Jim Morrison wurde 1922 erbaut und liegt eingebettet in den Laurel Canyon Hills. Es ist auf dem Rothdell Trail und ist wohl besser bekannt als Jim’s Haus in der „Love Street“. Gegenüber vom Canyon Country Store und nur wenige Minuten vom Sunset Strip entfernt, ist es voll mit der Geschichte von den The Doors. Aufgrund der Tatsache, dass Jim und Pam direkt neben dem Canyon Country Store wohnten, besuchten sie zweifellos den Laden die ganze Zeit, genau wie die meisten Rock’n’Roll-Mitglieder, die zu dieser Zeit im Canyon lebten. Dies ist der Laden, der in The Doors Song „Love Street“ verewigt wurde.


«The Legends of Laurel Canyon» (Youtube | stargate121)

Es scheint in der heutigen Zeit schon als surrealer Gedanke, aber an irgendeinem Tag in den 60er Jahren könnten Sie Jim Morrison, David Crosby, Mama Cass, Glenn Frey oder Frank Zappa alle zusammengetroffen haben, in dem orange-roten der untergehenden Sonne im Westen um gemeinsam mit ein paar Flaschen hochprozentigem weiterzuziehen…
Besucht man den Store heute, knapp 50 Jahre später ist nur noch nuancenhaft der damalige Zeitgeist und Spirit zu spüren in Folge ein paar alten Konzertplakaten im Innern wie auch die übergebliebenen Bemalungen welche zunehmend mehr und mehr durch die Sonne ausgebleicht werden…
Der kleine Markt und Feinkostladen war ein Hit, und es bot sich auch für die Zusammenkünfte von Künstlern und Musikern an. Auf dem Höhepunkt der Gegenkulturbewegung der 1960er Jahre wurde Laurel Canyon die Antwort Südkaliforniens auf Haight-Ashbury in San Francisco. Aber statt psychedelisch fokussierter Performer wie Jefferson Airplane und Grateful Dead wurde der Canyon zu einem abgelegenen Zufluchtsort für die Bohemien-Künstler, darunter und vorab: Joni Mitchell, Carole King und die Byrds.
Während den 60er und 70er Jahren fungierte der Laurel Canyon Country Store als Treffpunkt für diese Musiker, um zusammen Lieder zu schreiben und auf der vorderen Terrasse des Marktes zu jammen. Mitchell schrieb „Ladies of the Canyon“ und Crosby, Still, Nash & Young (Damals war Neil Young noch mit von der Partie) schrieben mit „Our House“ ein Song über die Nachbarschaft.

In den 80er Jahren verlagerte sich der Canyon vom „Bohemienkern“ in eine abgelegene Enklave, und Rockstars strömten in die Nachbarschaft, um ein ruhiges Leben zu führen. Aber die Legenden von damals besuchten weiterhin den Country Store auf der Suche nach ihren Lieblingswaren, einschließlich Schokolade. Mick Jagger kommt für die „English Kit Kats “ vorbei, während David Bowie immer wieder Flakes kaufte, seine Lieblingsschokolade von „Cadbury“.
Bis heute hat der Canyon berühmte Einwohner, darunter Nikki Sixx (Mötley Crüe), Slash (Guns N Roses), George Clooney oder Christina Applegate; auch heute noch kaufen diese beim Canyon Country Store ein…

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